Uneitel bis zum Anschlag

Zügig, farbig und mit spielerischer Lust löst eine Szene die andere ab. Es wird angebandelt, zuweilen urkomisch und doch irgendwie nahe dran an einer ähnlich erlebten Realität: ihr Aufeinandertreffen, das unterschiedlich „tussige“ Umgarnen des einzigen Mannes (Sepp Bischofberger in der Rolle des Geoffrey), ihr genüssliches Ausspielen von allerlei „Dämlichkeiten“ der neun bunten Damen, eine umwerfend skurril hinterm Piano.

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„Stepping out“ - Tanzen fürs Leben

Einen klackenden Rhythmus trommeln Ballen und Absatz auf den Boden, nicht immer perfekt aber immer leidenschaftlicher. Acht sehr unterschiedliche Menschen lernen Stepptanzen. Und sie tun das im Theaterstück "Stepping out" von Richard Harris aus den unterschiedlichsten Motiven. Da ist die Hoffnung, im schnellen Rhythmus Verletzungen zu vergessen und mit dem rasenden Klack-Klack der Sohlen Probleme von der Seele zu tanzen. Starker Ansporn für alle ist aber, im wirbelnden Tanz der Füße bei mitreißender Musik, ausgelassenes Zusammensein genießen zu können. In "Stepping out" hat auch Tanzlehrerin Mavis, die den Amateuren die hohe Kunst des Steppens beibringen will, ihr ganz persönliches Päckchen zu tragen. Von der Profitänzerin zur Stepp-Lehrerin von mehr oder weniger begabten Amateuren - das ist nicht die Karriere, von der sie einst geträumt hat. Und dann soll die Gruppe auf einem Wohltätigkeitsfest auftreten. Das setzt Ängste aber auch ungeahnte Energie und Tanzlust frei. Bis diese kleine, bunt gemischte Truppe auftrittsreif ist, erleben die Zuschauer einige herzerfrischende, anrührende, immer aber unterhaltsame Szenen mit witzigen Dialogen und dazu flotte Tanzszenen.

Regisseurin Ute Dittmar bringt "D` Weibsbilder & Co." zum Steppen - bis in einer fulminanten Schlussszene die Füße wirbeln und die Bühne zittert.